drom anu schula ...   der weg in die schule

Die Situation

Viele kinderreiche Roma - Großfamilien leben inzwischen im Wedding, in Mitte, Tiergarten, Neukölln, Marzahn und auch Reinickendorf.  Die meisten von ihnen stammen aus den Balkanländern. Manche aus Polen. Sie verließen sich auf Freizügigkeitserklärungen und Arbeitserlaubnisse ohne sich um weitere wichtige Voraussetzungen zu kümmern, die eine Integration ermöglichen. Viele sprechen nur Romanes  bzw. die Landessprache ihrer Heimatländer. Sie sind hilflos und verängstigt im Umgang mit Behörden. Das liegt nicht allein an den mangelnden Sprachkenntnissen, sondern eher an den über Generationen hinweg selbst gemachten oder  übermittelten negativen Erfahrungen.

Vielen Eltern fehlt die Schulbildung. Sie übten nie qualifizierte Berufe aus und kennen Generationen übergreifend nur Einfacharbeiten bzw. traditionelle Handwerke. Vor diesem Hintergrund fällt es schwer, die eigenen Kinder zu motivieren oder sich Lernstoffe anzueignen, die wichtig für das Bestehen auf dem  modernen Arbeitsmarkt sind. Kinder aus diesen schuldistanzierten Familien verlassen die Schule oft vorzeitig und  ohne Abschluss.

Besonders diesen Kindern, Jugendlichen und  ihren Familien stehen wir zur Seite! 

 

DAS PROJEKT

Unser Ansatz ist:„Bewusst lernen – neue Perspektiven erkennen!“. Wir wollen den Familien die Verantwortung für ihr eigenes Tun und Handeln bewusst machen.Wir wollen mit ihnen gemeinsam eine nachhaltige Existenzperspektive entwickeln. Wir geben gezielt anleitende Hilfen und Motivation. Die Familien sollen  in die Lage versetzt werden, so selbstständig wie möglich die schulische Ausbildung der Kinder und die berufliche (Re-)  Integration in den Arbeitsmarkt zu bewältigen. Sie sollen zukünftig ein selbst bestimmtes, unabhängiges Leben  führen -  frei von sozialer Alimentierung.

 

Auch Angebote im Freizeitbereich sollen dazu beitragen.  Die Kinder und Jugendlichen können dabei auch außerhalb von Familie und Schule, angeleitet von kompetenten Lehrkräften,  gemeinsames, gezieltes und konzentriertes Handeln üben. In vertrauten Bereichen denen sie sich gerne widmen sowie mit Gleichaltrigen, die nicht Roma sind. Hier  erfahren sie nicht nur die Freude gemeinsamen Handelns auch außerhalb des Familienverbandes. Sie können die eigene Kultur mit Stolz teilen und präsentieren und sie außerdem so als bereichernden Bestandteil der neuen Heimat erfahren.

Dieses Projekt gibt es seit Herbst 2012 und wird im Bezirk Berlin-Mitte realisiert.

 

AKTUELLE   ANGEBOTE

 

-                  Beratung rund um den Schulalltag / Vorstellung von Unterrichtsfächern

-                  Kultur- u. Sprachmittlung zwischen Schulen, Jugendamt und Roma-Familien

-                  Nachhilfeunterricht für Roma-Kinder

-                  Gemeinsame Erarbeitung eines individuellen Förderplanes

-                  Unterstützung bei der Suche nach der richtigen Ausbildung

-                  Aufklärung von PädagogInnen über kulturelle Besonderheiten, Gemeinsamkeiten

                    und Unterschiede zwischen  Sinti , Roma und Mehrheitsgesellschaft.

 

RÜCKSCHAU

Eine Auswahl unsere Aktivitäten in Wort und Bild

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